Den eigenen Tempel bewohnen

 

 

Blumen über Blumen malen die Wege - 

Es duftet nach Freesien und Primeln

Goldenes Licht wärmt die kleine Halle,

Kitzelt die cremefarbenen Säulen,

Die lächelnd „Willkommen“ zu flüstern scheinen,

 

Während sie ein Becken umrahmen

Dessen dunkle, flaschengrüne Kacheln 

Leise durch die dichten Schwaden schimmern und blitzen,

Warm aus dem Wasser aufsteigen und 

Dampfend die Halle füllen.

 

Wohlig versinken im Mutterland.

 

Wie von Zauberhand öffnet sich ein runder Raum 

Bis zur Decke - Buch an Buch - ungelesen.

Vor dem einzigen großen Fenster ein heller, hölzerner Schreibtisch

Ein rosafarbenes, weich-plüschiges Samtsofa 

Lädt jauchzend zum Herzklopfen ein.

 

Im nächsten Raum

Polierte Kupfertöpfe und weiche Eichenholzflächen 

Eine dunkle Eckbank um einen schweren Tisch

Bunte Gläser mit Gewürzen aus aller Welt

Prächtiges Gemüse in groben Weidenkörben -

Schluckend Lächeln -

In dieser kleinen Küche

Behaglich in Vanille getaucht.

 

Lichtüberflutet der alte Wintergarten

Innmitten von Grün führt das Chaos Regie

Staffeleien queren den Raum,  

Tische voller Zeitschriften, Stoffe, Pinsel, Papier, 

Alte Schränke und Schubladen voller Inspiration und Musenstoff

Spielplatz der Seligkeit

Funkelnder Regen voller Ideen

 

Nichts muss

Alles kann

 

Fürwahr nach Hause kommen.